Astronomie Aktuell:

 

Der Sternenhimmel im April 2019

 

 

Unsere Sternkarte zeigt den gestirnten Himmel fĂŒr 23 Uhr Sommerzeit. Dann wird der Sternenhimmel von den FrĂŒhlingssternbildern beherrscht. Genau in SĂŒdrichtung findet man jetzt das Sternbild Löwe, dessen Figur in der Tat an eine liegende Raubkatze erinnert. In sĂŒdöstlicher Richtung sorgen zwei Lichter fĂŒr Aufmerksamkeit: Spica, Hauptstern der Jungfrau, und höher am Himmel der orange Arktur im Sternbild Bootes. Arktur, Spica und Regulus spannen das sogenannte FrĂŒhlingsdreieck auf.

 

Der Große Wagen (ein Teil des Sternbildes Großer BĂ€r) ist jetzt senkrecht ĂŒber unseren Köpfen zu finden. Zwischen ihm und dem Löwen haben nur die unscheinbaren Sternbilder Kleiner Löwe, Jagdhunde und das Haar der Berenike ihren Platz. Ähnlich verhĂ€lt es sich mit dem Gebiet zwischen Löwe und Horizont: Hier schlĂ€ngelt sich die lichtschwache Wasserschlange, der Sextant tritt kaum hervor, meist kann man nur Becher und Rabe aufgrund der prĂ€gnanten Formen erkennen.


Die Planeten im April 2019

 

Merkur wird am 11. April seinen grĂ¶ĂŸten westlichen Abstand von der Sonne einnehmen und wĂ€re damit theoretisch am Morgenhimmel zu sehen. Praktisch leider nicht, da er deutlich sĂŒdlicher als die Sonne am Himmel steht.

 

Venus verabschiedet sich vom Morgenhimmel, denn ihr Abstand zur Sonne schrumpft und sie steht zudem sĂŒdlicher als das Tagesgestirn. Am 2. April wird sie vom Mond besucht.

 

Mars hĂ€lt sich wacker am westlichen Abendhimmel, seine Helligkeit geht aber weiter zurĂŒck. Im April kann man verfolgen, wie der rote Planet durch das „goldene Tor der Ekliptik“ zwischen den Plejaden und Hyaden lĂ€uft.

 

Jupiter bietet sich in der zweiten NachthÀlfte zur Beobachtung an. Am 23. April steht der Mond neben ihm.

 

Saturn baute seine Sichtbarkeit am Morgenhimmel leicht aus, am 25. April weist der Mond den Weg zum Ringplaneten.

 

Uranus steht Ende April in Konjunktion mit der Sonne und damit unbeobachtbar am Taghimmel.

 

Neptun hatte seine Konjunktionsstellung bereits Anfang MĂ€rz, taucht aber noch nicht am Morgenhimmel auf.

 

 
Texte und Bilder: © "Vereinigung der Sternfreunde e.V."