Astronomie Aktuell:

 

Der Sternenhimmel im Januar 2020

 

 

Auf der Januar-Sternkarte – sie gilt f├╝r 22 Uhr – erkennt man in S├╝drichtung das bekannteste Wintersternbild, den Orion. Seine sieben Sterne sind alle sehr hell. In der von ihnen aufgespannten Form kann man sich gut den menschlichen K├Ârper des Himmelsj├Ągers vorstellen. Unterhalb der drei „G├╝rtelsterne“ entdeckt man mit einem Fernglas den blass schimmernden Orion-Nebel. Der rechte untere Stern des Orion, Rigel, ist gleichzeitig die rechte untere Ecke des Wintersechsecks. Beim Wintersechseck handelt es sich um kein Sternbild, sondern um eine gro├če Figur aus sechs hellen Sternen verschiedener Sternbilder. Im Uhrzeigersinn folgt auf Rigel im Orion zuerst Sirius (im Gro├čen Hund), dann Procyon (im Kleinen Hund), Castor (in den Zwillingen), Capella (im Fuhrmann), und schlie├člich Aldebaran im Stier.

 

Die Wintermilchstra├če zieht durch die Sternbilder Gro├čer Hund, Einhorn, Zwillinge, Stier, Fuhrmann, Perseus und Kassiopeia. Sie ist nicht so hell wie im Sommer, da wir von der Erde aus derzeit zum Rand unserer Galaxis hin blicken.

 

Die Planeten im Januar 2020

 

Merkur wird Ende Januar am abendlichen Westhorizont auftauchen, aber erst Anfang Februar gut sichtbar sein.

 

Venus strahlt als Abendstern auff├Ąllig am westlichen Abendhimmel. Am 27. Januar zieht sie knapp an Neptun vorbei.

 

Mars macht sich am Morgenhimmel bemerkbar. In diesem Jahr wird der rote Planet im Oktober eine g├╝nstige Opposition einnehmen. Noch steht er aber tief am Himmel und zieht Mitte Januar an Antares im Skorpion vorbei.

 

Jupiter wird Ende Januar nach seiner Konjunktion mit der Sonne wieder am Morgenhimmel auftauchen – tief am s├╝d├Âstlichen Himmel.

 

Saturn ist von uns aus gesehen nun hinter der Sonne, steht also mit ihr am Taghimmel und ist nachts unter dem Horizont.

 

Uranus ist ein Beobachtungsziel f├╝r die erste Nachth├Ąlfte, gegen Mitternacht geht der gr├╝nliche Planet in der Fischen unter.

 

Neptun im Wassermann steht der Sonne n├Ąher als Uranus, er geht daher abends fr├╝her unter und ist im Januar kein Beobachtungsziel.

 
Texte und Bilder: © "Vereinigung der Sternfreunde e.V."