Astronomie Aktuell:

 

Der Sternenhimmel im Januar 2023

 

Auf der Januar-Sternkarte – sie gilt f├╝r 22 Uhr – erkennt man in S├╝drichtung das bekannteste Wintersternbild, den Orion. Seine sieben Sterne sind alle sehr hell. In der von ihnen aufgespannten Form kann man sich gut den menschlichen K├Ârper des Himmelsj├Ągers vorstellen. Unterhalb der drei „G├╝rtelsterne“ entdeckt man mit einem Fernglas den blass schimmernden Orion-Nebel. Der rechte untere Stern des Orion, Rigel, ist gleichzeitig die rechte untere Ecke des Wintersechsecks. Beim Wintersechseck handelt es sich um kein Sternbild, sondern um eine gro├če Figur aus sechs hellen Sternen verschiedener Sternbilder. Im Uhrzeigersinn folgt auf Rigel im Orion zuerst Sirius (im Gro├čen Hund), dann Procyon (im Kleinen Hund), Castor (in den Zwillingen), Capella (im Fuhrmann), und schlie├člich Aldebaran im Stier.

 

Die Wintermilchstra├če zieht durch die Sternbilder Gro├čer Hund, Einhorn, Zwillinge, Stier, Fuhrmann, Perseus und Kassiopeia. Sie ist nicht so hell wie im Sommer, da wir von der Erde aus derzeit zum Rand unserer Galaxis hin blicken.

 

 

Die Planeten im Januar 2023

 

Merkur ist Ende Januar morgens tief ├╝ber dem Osts├╝dosthorizont zu sehen; beste Sichtbarkeit vom 20. bis 28. Januar.

 

Venus wird uns im Fr├╝hjahr ├╝ber l├Ąngere Zeit am Abendhimmel begleiten. Noch ist sie ├╝ber dem S├╝dwesthimmel nach Sonnenuntergang nicht besonders auff├Ąllig. Am 22.1. zieht Venus nah an Saturn vorbei, am 23. steht die schmale Mondsichel neben den Planeten.

 

Mars stand Anfang Dezember 2022 in Opposition zur Sonne. Noch leuchtet er hell im Stier, sein Durchmesser nimmt bis Ende Januar jedoch auf 11 Bogensekunden ab – am Morgen des 31. wird Mars vom zunehmenden Halbmond besucht.

 

Jupiter ist noch ein auff├Ąlliges Objekt am westlichen Abendhimmel. Am 11. April wird er von der Sonne eingeholt, seine diesj├Ąhrige Opposition findet am 3. November statt.

 

Saturn geht abends deutlich fr├╝her als Jupiter unter, Ende Januar taucht er in der hellen D├Ąmmerung ab. Der Ringplanet steht bereits am 16. Februar in Konjunktion mit der Sonne und am 27. August in Opposition. Vom 21. bis 23. kann die nahe Venus helfen, Saturn in der Abendd├Ąmmerung zu entdecken.

 

Uranus im Widder ist ein Objekt der ersten Nachth├Ąlfte. Gleich am 1.1. zieht der Mond in nur 0,3 Grad Abstand an ihm vorbei. Am 9. Mai wird er mit der Sonne in Konjunktion stehen und am 13. November seine Oppositionsstellung einnehmen.

 

Neptun im Wassermann zieht sich vom Abendhimmel zur├╝ck. Der lichtschwache Planet kommt am 16. M├Ąrz in Konjunktion und am 19. September in Opposition mit der Sonne.

 

 
Texte und Bilder: © "Vereinigung der Sternfreunde e.V."