Astronomie Aktuell:

 

Der Sternenhimmel im Juni 2019

 

 

Tief ĂŒber dem sĂŒdöstlichen Horizont funkelt Antares im Skorpion. Ein StĂŒck links von Antares zieht der Planet Jupiter seine Bahn. Hoch am Himmel, man muss den Kopf schon in den Nacken legen, wird man dagegen den Großen Wagen finden. Wenn man den Schwung der Wagendeichsel in Richtung Horizont verlĂ€ngert, trifft man erst auf den hellen Stern Arktur im Bootes und spĂ€ter auf Spica in der Jungfrau. Noch ein StĂŒck weiter nach rechts schwebt der Löwe ĂŒber dem sĂŒdwestlichen Horizont.

 

Etwas links oberhalb des hellen Sterns Arktur im Bootes fÀllt ein kleines Halbrund von Sternen auf: Die Nördliche Krone mit ihrem Hauptstern Gemma, dem Edelstein. In Richtung Horizont erstreckt sich der SchlangentrÀger zusammen mit der zweigeteilten Schlange; beide Sternbilder sind recht lichtschwach. Attraktiver wird der Sternenhimmel wieder in Ostrichtung. Dort ist bereits das Sommerdreieck aus den drei hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler aufgegangen.


Die Planeten im Juni 2019

 

Merkur taucht Anfang Juni am Abendhimmel auf. Beste Sichtbarkeit ist vom 9. bis zum 14. Man findet ihn gegen 22:30 Uhr MESZ flach ĂŒber dem nordwestlichen Horizont. Am 18. Juni passiert Merkur in nur 0,2 Grad Abstand den roten Planeten Mars.

 

Venus verabschiedet sich nun endgĂŒltig vom Morgenhimmel, sie lĂ€uft auf die Sonne zu.

 

Mars beendet seine Sichtbarkeitsperiode, er verschwindet in der AbenddÀmmerung. Am 5. Juni begegnet ihm zum letzten Mal die schmale Sichel das zunehmenden Mondes.

 

Jupiter steht am 10. Juni in Opposition zur Sonne. Damit ist fĂŒr Hobbyastronomen alles gesagt: Jupiter ist die ganze (dunkle) Nacht ĂŒber zu sehen, erreicht seine grĂ¶ĂŸte Helligkeit und den maximalen Durchmesser. Am 16. Juni steht der Mond nahe bei Jupiter.

 

Saturn wird erst Anfang Juli seine diesjĂ€hrige Opposition erreichen. Im Juni ist der Ringplanet ein Objekt fĂŒr die Zeit um oder nach Mitternacht. In der Nacht vom 18. auf den 19. Juni lĂ€uft der Mond an Saturn vorbei.

 

Uranus ist noch nicht weit genug von der Sonne entfernt, um am Morgenhimmel aufzutauchen.

 

Neptun hat auch noch Sommerpause, nur ganz Ungeduldige werden ihm Ende des Monats nachstellen.

 
Texte und Bilder: © "Vereinigung der Sternfreunde e.V."