Astronomie Aktuell:

 

Der Sternenhimmel im Oktober 2022

 

Im Oktober hat die Sonne den HimmelsĂ€quator nach SĂŒden hin ĂŒberquert, daher sind die NĂ€chte wieder lĂ€nger als die Tage. FrĂŒh am Abend ist es am Himmel immer noch Sommer, was man gut am Sommerdreieck mit Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler erkennen kann. Zu spĂ€terer Stunde – die Sternkarte gilt fĂŒr 23 Uhr Sommerzeit – steht das große „Herbstviereck“ hoch am Himmel. Drei seiner Sterne gehören zum Sternbild Pegasus, die linke obere Ecke dagegen zur Lichterkette der Andromeda.

 

Unterhalb von Pegasus und Andromeda stehen die Tierkreissternbilder Steinbock, Wassermann und Fische. Alle drei Sternbilder sind aber nur mit so schwachen Sternen gesegnet, dass man einen ziemlich dunklen Beobachtungsort braucht, um sie am Himmel zu finden. An helleren Sternen in dieser Gegend fĂ€llt einzig Diphda im Sternbild Walfisch auf. Sehr nah am Horizont kann man außerdem die helle Fomalhaut im SĂŒdlichen Fisch funkeln sehen. Rechts oberhalb davon leuchtet Saturn um Steinbock, links der Mittagslinie glĂ€nzt Jupiter in den Fischen. Weit im Nordosten ist gerade Mars im Sternbild Stier aufgegangen.

 

Am 25. Oktober findet eine partielle Sonnenfinsternis statt; der Neumond bedeckt einen Teil der hellen Sonnenscheibe. Die Finsternis beginnt je nach Ort um kurz nach 11 Uhr MESZ und dauert rund zwei Stunden. Je weiter nordöstlich man sich befindet, desto mehr wird die Sonne vom Mond bedeckt. So sind es auf RĂŒgen gut 35%, im SĂŒdwesten weniger als 20%. Bitte beobachten Sie die Sonnenfinsternis nur mit einer dazu geeigneten Sonnenfinsternisbrille oder besuchen eine Volkssternwarte!

 

Die Planeten im Oktober 2022

 

Merkur zeigt sich im Oktober am Morgenhimmel. Sofort zu Monatsbeginn kann man gegen 6:30 Uhr MESZ sein GlĂŒck ĂŒber dem Osthorizont versuchen. Die beste Sichtbarkeit erlangt Merkur in den Tagen um den 12.10. Eine Woche spĂ€ter verabschiedet sich Merkur wieder in der hellen DĂ€mmerung.

 

Venus wird im Oktober von der Sonne eingeholt und ist daher weder morgens noch abends zu sehen.

 

Mars lĂ€utet Ende Oktober seine Oppositionsperiode ein. Er geht in den spĂ€teren Abendstunden ĂŒber dem Osthorizont auf und erreicht morgens den Meridian. Die Helligkeit des roten Planeten nimmt weiter zu, sein Durchmesser ĂŒbertrifft Ende Oktober das Maß von 15 Bogensekunden.

 

Jupiter stand Ende September in Opposition und ist auch im Oktober außer in den frĂŒhen Morgenstunden noch die ganze Nacht zu sehen. Zusammen mit der deutlich frĂŒher einsetzenden Dunkelheit bieten sich dem Beobachter weiterhin optimale Bedingungen.

 

Saturn im Steinbock beendet seine Oppositionszeit, er wird zum Planet der ersten NachthĂ€lfte. Noch ist der Ringplanet aber ein Muss fĂŒr jede Beobachtungsnacht.

 

Uranus im Widder pirscht sich an seinen Oppositionstermin Anfang November an. Der grĂŒnliche Planet ist daher bereits im Oktober fast die gesamte Nacht zu sehen.

 

Neptun hat seine Opposition Mitte September wie Saturn auch hinter sich, der blasse Planet wird zum Objekt fĂŒr die erste NachthĂ€lfte.

 

 

 
Texte und Bilder: © "Vereinigung der Sternfreunde e.V."