Astronomie Aktuell:

 

Der Sternenhimmel im November 2019

 

 

Die typischen Sternbilder des Herbststernhimmels sind das riesige Sternbild Pegasus, wobei die linke obere Ecke bereits zur Andromeda gehört; man nennt das Pegasus-Quadrat auch Herbstviereck. Unterhalb von Pegasus und Andromeda sind nur Sternbilder mit schwachen Sternen zu sehen: Im Südwesten der Wassermann, im Süden der Walfisch und darüber die Fische.

 

Im Osten ziehen dagegen bereits die Sternbilder des Winterhimmels mit deutlich helleren Sternen auf: Senkrecht über uns die Kassiopeia (das „Himmels-W“), zum Südosthorizont hin gefolgt vom Perseus (mit dem veränderlichen Stern Algol) und dem Stier mit dem prägnanten Sternhaufen der Plejaden und dem rötlichen Stern Aldebaran. Gerade aufgegangen ist der Himmelsjäger Orion mit seinen sieben sehr hellen Sternen. Für Planetenbeobachter bieten sich im Oktober die fernen Gasplaneten Neptun im Wassermann und Uranus im Widder an.

 

Die Planeten im November 2019

 

Merkur macht in diesem Monat etwas wirklich Außergewöhnliches: er zieht am 11. November direkt vor der Sonnenscheibe vorbei! Dann kann man den sonnennächsten Planeten als kleinen schwarzen Punkt vor der hellen Scheibe der Sonne sehen. Allerdings nur mit einem Teleskop und Spezialfilter! Ende November ist Merkur wieder so weit von der Sonne entfernt, dass man ihn in der Morgendämmerung aufsuchen kann. Beste Zeit ist vom 23. November bis 5. Dezember gegen 6:45 Uhr.

 

Venus macht sich schüchtern als Abendstern bemerkbar. Vom 22. bis 25. zieht sie am viel weiter entfernten Jupiter vorbei. Das Highlight findet am 28. November statt, wenn die schmale Sichel des zunehmenden Mondes direkt zwischen Venus und Jupiter glänzt.

 

Mars lugt nach der Sonnenpause am Morgenhimmel hervor, seine Bahn führt ihn durch die Jungfrau.

 

Jupiter sagte Ade vom Abendhimmel. Zum Ende seiner diesjährigen Show kommt es zu einem Besuch von Venus, die ihn ab dem 22. November überholt. Dann stehen zwei helle Planeten am südwestlichen Abendhimmel.

 

Saturn folgt Jupiter im täglichen Lauf des Sternenhimmels, auch er geht abends unter.

 

Uranus ist nun im Monat nach seiner Opposition, damit früher in der Nacht zu sehen, morgens geht er unter.

 

Neptun sollte man beobachten, sobald es richtig dunkel ist, man findet ihn weiterhin im Wassermann.

 
Texte und Bilder: © "Vereinigung der Sternfreunde e.V."